Steckbrief
Der Steckbrief eignet sich vor allem für Ihre Hauptfiguren. Hauptcharaktere sollten nicht nur drei Dimensionen aufweisen (mehr dazu später), sondern Sie als Autor sollten diese so gut kennen wie Ihre Schwester oder Ihren Bruder. Um die Übersicht nicht zu verlieren, kann Ihnen ein Steckbrief helfen.
Die erste Dimension
Die physiologische Dimension umfasst das Äußere Ihrer Figur. Wie sieht Ihr Charakter aus?
Schon hier werden die Weichen für die anderen Dimensionen gelegt, denn immerhin kann keine Figur, die z. B. hässlich ist, Model werden. Auch beeinflusst das Äußere von Figuren (und Menschen) den Umgang mit der Gesellschaft, denn heute hängt viel von unserem äußeren Erscheinungsbild ab.
Hier ein paar Beispiele, was diese Dimension beinhaltet:
Größe, Gewicht, Alter, Geschlecht, Rasse, Gesundheitszustand, Körperbau, Narben, Verunstaltungen, Abnormitäten, Allergien, Körperhaltung, Stimmlage, Mundgeruch, Neigung zu Schweißausbrüchen, Ticks und Gesten, …
Die zweite Dimension
Das ist sozusagen der Geschichtsteil Ihrer Figur, denn Sie müssen wissen, wo kommt Ihre Figur her? Jede Figur hat eine Vergangenheit, einen sozialen Hintergrund, Ihre Figur wurde durch das soziale Klima geprägt. Diese Dimension ist auch Teil der Beweggründe Ihrer Figur, denn sie wurde durch ihre Vergangenheit, ihre Erfahrung geprägt.
Hier ein paar Beispiele, was Sie von Ihrer Figur wissen sollten:
In welcher sozialen Schicht bewegt sich Ihre Figur?
In welchem Milieu ist sie aufgewachsen?
Welche Schule hat sie besucht, welche Fächer liebte/ hasste sie?
Welche politischen und religiösen Ansichten hat sie angenommen?
Wie wurde die Figur von ihren Eltern erzogen, welche Ansichten vertraten ihre Eltern?
Welchen Freundeskreis gehörte die Figur an?
Die dritte Dimension
Aus den ersten beiden Dimensionen ergibt sich dann die psychologische Dimension, denn immerhin wurde Ihre Figur durch ihre äußeren Eigenschaften und den sozialen Hintergrund geprägt und hat sich daraus entwickelt.
Die psychologische Dimension umfasst:
Phobien und Manien, Komplexe, Ängste, Hemmungen, Schuldgefühle, Sehnsüchte, Fantasien, Begabungen, Intelligenz, besondere Fähigkeiten, Gewohnheiten, Erregbarkeit, Empfindlichkeit, Talente, …
Steckbrief entwerfen
Sie können nun einen Steckbrief in Form einer Tabelle schreiben, oder auch einen Text in der Ich-Perspektive Ihrer Figur. Ein Beispiel einer solchen Steckbrieftabelle finden Sie in unserem Downloadbereich.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei Ihrem Rendezvous mit Ihrer Figur!
Buchtipp:James N. Frey, „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt"




